1. Sinn & Zweck des Lebensfragen-Projekts
  2. Hinweise zur Benutzung dieser Applikation
  3. Grundhaltung
  4. Ermutigung zur Gelassenheit
  5. Therapeutische Empfehlungen
  6. Lebensphilosophische und -stilistische Empfehlungen
  7. Ermutigung zur inneren Befreiung 

Sinn & Zweck des Lebensfragen-Projekts

Das Lebensfragen Projekt soll Sie dazu anregen, sich auf spielerische Art und Weise selbst besser kennen zu lernen. Es handelt sich beim Lebensfragen Projekt um ein Instrument des Selbstcoaching, bei welchem Fragen zu verschiedenen Lebensbereichen gestellt werden. Diese Fragen können nur Sie selbst für sich beantworten und bei diesem Prozess werden bei Ihnen neue Einsichten, Gedanken, Reflexionen und Erkenntnisse entstehen.

Oft sind die einfachen Dinge des Lebens am wirkungsvollsten und deshalb sind auch die Fragen einfach formuliert. Sie als Benutzer stehen im Mittelpunkt, denn Sie sind die wirkliche Fachperson für sich selbst. Deshalb sind die Lebensfragen ressourcenorientiert, d. h. vor allem die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten werden fokussiert. Wichtig ist das, was gut funktioniert. Letztendlich soll dieses Projekt vor allem einen Zweck erfüllen: Es soll als einfaches Mittel des Selbstcoaching Freude machen und dazu anhalten, sich selbst zu loben für die eigenen Bemühungen und Errungenschaften.

In diesem Einführungsteil des Lebensfragen Projekts gebe ich verschiedene Empfehlungen aus sozialpädagogischer und familientherapeutischer Sicht, welche ebenfalls als Anregungen dienen sollen und keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit haben.

Meine Homepage: www.Jan-Kropf.de 
Feedback bitte an: Mail@Jan-Kropf.de

Hinweise zur Benutzung dieser Applikation

Machen Sie sich bereits Gedanken darüber, wie Sie diese Applikation am besten benutzen sollten und wie Sie Antworten zu den Fragen finden?

Dann empfehle ich Ihnen: Fangen Sie ganz entspannt an und füllen Sie die Blätter nur aus, wenn es gerade Freude  – mal mit viel, mal mit wenig Zeit, mal tiefgründig und intensiv und mal ganz oberflächlich, ganz spielerisch oder auch mal etwas ernster. Es ist besonders aufschlussreich, die Fragen nach einiger Zeit noch einmal durchzugehen und zu sehen, ob sich etwas in Ihrem Leben verändert hat.

Oft genügt es, etwas mehr nach innen zu horchen, um Antworten zu finden. Nichtsdestotrotz habe ich mir in den letzten zwei Jahrzehnten sehr viele lohnenswerte Meinungen und Ansichten angehört, von denen ich einige in Form von Links und Literaturhinweisen weiterempfehle.

Ein Lebensfragen-Projekt in dieser Art beinhaltet auch ein Nachdenken über die Vergangenheit, jedoch ohne in ihr verhaftet zu bleiben. Das bewusste Reflektieren und Nutzen der Vergangenheit befähigt uns hoffentlich zu einer friedvollen und erfüllten Zukunft. Selbsterforschung soll spielerisch zu mehr eigener Stärke und zu mehr Selbstvertrauen führen, und dadurch zu einer Selbst-Verbesserung.
Ich möchte Sie dazu ermutigen, sich ruhig hinzusetzen und aus einem Blickwinkel der Genügsamkeit und Demut heraus sich selbst zu betrachten. Möglicherweise tauchen auf diese Art und Weise neue Aspekte der eigenen Persönlichkeit auf, die man noch nicht kennen gelernt hat. Fühlen Sie sich bei den Antworten bitte ganz frei. Vielleicht reicht es manchmal auch schon, nur ein einziges Wort als Antwort auf eine Frage einzutragen.

Grundhaltung

Die meisten Menschen führen ein einfaches, durchaus sinnvolles Leben ohne große Veränderungen. Das ist auch gut so. Gewohnheiten haben etwas Positives und machen Sinn. Oft geht es sogar schief, wenn man zu schnell etwas verändern möchte, man überfordert sich dadurch leicht.

Hierzu steht in keinem Widerspruch die Auffassung, dass es nützlich sein könnte, sich selbst besser kennen zu lernen. Man könnte noch mehr Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten und Kräfte entwickeln, nicht zuletzt auch mehr Lockerheit, Zufriedenheit, Lebensfreude und Dankbarkeit.

Die meisten Menschen fühlen sich dann gut, wenn sie bei den täglichen Lebensaufgaben nicht über- und nicht unterfordert sind. Dadurch tritt der sogenannte „Flow“-Effekt auf, ein Zustand des „Fließens“, in welchem man ganz mit sich selbst zufrieden ist. Ein Merkmal dieses Zustands besteht in dem Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Eine ähnliche Beschreibung von „Flow“-Effekten liefert uns die Hypnotherapie. Sie beschreibt z. B. das Autofahren als „automatisch“ ablaufenden Trancezustand, bei welchem sämtliche Tätigkeiten wie bremsen oder kuppeln ins Unbewusste verlagert werden, dies natürlich bei vollem Bewusstsein des Autofahrers. Es würde unser Bewusstsein überfordern, bei jeder Fahrt bewusst über jeden Schritt reflektieren zu müssen, der zum Fahren nötig ist.

Im Leben geht es vor allem darum, so finde ich, genügend von diesen „Flow“-Effekten zu erleben, genügend Humor und Selbstironie zu entwickeln, und sich dabei weniger auf sogenannte „Experten“ zu verlassen als vielmehr auf sich selbst. Auch muss man nicht alles erreichen was andere von einem erwarten, keine „großartigen“ Ziele anstreben, oder man muss auch keine „Bilanz“ ziehen wie das eher wirtschaftlich orientierte Berater oft empfehlen. Meine Erfahrung gerade auch im Umgang mit benachteiligten Menschen ist, dass sich beiläufig Veränderungen und Ziele einfacher und nachhaltiger erreichen lassen als mit ausführlichen und künstlich konstruierten „Zielvereinbarungen“. Das hat mehr mit dem Leben zu tun. Oft müssen widrige Zustände über längere Zeiträume hinweg und in Würde ertragen werden, bevor sie dann relativ schnell und leicht überwunden werden können. Ein wunderschönes Zitat von Mutter Teresa unterstützt diese Haltung: „In diesem Leben können wir keine großen Dinge tun. Wir können nur kleine Dinge mit großer Liebe tun“.

Wichtig finde ich in diesem Zusammenhang auch das wertvolle Buch von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert, „simplify your life“ mit vielen großartigen und ganz bodenständigen Tipps und Empfehlungen, wie man das eigene Leben in einem positiven Sinne vereinfachen und gleichzeitig intensivieren kann.
Siehe auch: www.simplify.de

Fortschrittliche sozialpädagogische Einrichtungen im deutschsprachigen Raum orientieren sich seit zwei Jahrzehnten an der Haltung des „Empowerment“. Dieser Begriff ging aus der Befreiungsbewegung der unterdrückten schwarzen Bevölkerung in den USA hervor und beschreibt die Gesinnung, gesellschaftlich benachteiligte Menschen in ihrer „Selbstbefähigung“ zu unterstützen. Meine Applikation ist im Sinne dieser Haltung entstanden und möchte vermitteln, dass jeder von uns, ob benachteiligt oder nicht, ein hohes Maß an „Selbstwirksamkeit“ erreichen kann.
Siehe auch: www.empowerment.de

Durch die ältesten Schriften der Menschheit, den altindischen Veden, werden fünf Grundwerte überliefert, welche für die heutige Zeit wieder mehr denn je an Bedeutung gewinnen. Sie klingen altmodisch und gewöhnungsbedürftig, bei näherer Betrachtung erkennt man ihre zeitlose Gültigkeit. Da die altindische Sprache Sanskrit so schön klingt, benenne ich diese fünf Begriffe vor der deutschen Übersetzung auch in der Originalsprache. Es handelt sich hierbei um die Werte von Prema oder Liebe, Sathya oder Wahrhaftigkeit, Dharma oder Rechtschaffenheit, Shanti oder Friedfertigkeit und Ahimsa oder Gewaltlosigkeit. Explizit zu diesen Grundwerten stelle ich fünf Fragen im ersten Fragekapitel. Es lohnt sich, die eigenen Antworten auf die Fragen in dieser Applikation auch immer auf die genannten Grundwerte hin zu untersuchen.

Ermutigung zur Gelassenheit

In der Natur ist jeder kräftig gewachsene Baum ein Ausdruck von Kraft und Stärke. Die Grundlage für das gute Wachstum eines Baumes bildet die Verwurzelung. Bei uns Menschen ist das ähnlich. Veränderungen fallen uns nur dann leicht, bzw. um bei der naturalistischen Anschauung zu bleiben, wir können nur dann mühelos wachsen, wenn unsere innere Stabilität und damit unsere Verwurzelung im Leben gut ausgebildet ist.

Dies könnte für Sie als Benutzer dieser Applikation bedeuten, es mit der Schau nach innen auch nicht zu übertreiben, damit die Selbsterforschung nicht in eine Selbstüberforderung mündet! Lehnen Sie sich lieber zurück und entspannen Sie sich. Legen Sie sich im Zweifelsfall auch nicht auf die Liege eines Psychotherapeuten. „Couch ade! Wie Sie sich den Gang zum Seelenklempner sparen können“ sagt der Niederländer Jeffrey Wijnberg bereits in seinem Buchtitel und warnt vor den Angehörigen seiner Berufsgruppe. Mit viel Witz stellt er gängige Haltungen innerhalb der Psychotherapie in Frage und warnt davor, sich leichtfertig auf lange Therapien einzulassen die höchstwahrscheinlich nicht viel bringen werden. Beispielsweise fand ich seine Ansicht über Selbstsicherheit sehr erstaunlich. Wijnberg ist davon überzeugt, dass es oft sehr hilfreich ist, eben nicht so selbstsicher zu sein und vielmehr etwas ängstlich und zurückhaltend, um so voreilige Fehlentscheidungen besser vermeiden zu können. Es ist mutig, solch eine Ansicht zu vertreten, wo doch jeder Therapeut den Aufbau von Selbstsicherheit als eines der wichtigsten Therapieziele formuliert.

Doch zurück zum Bild des Baumes im ersten Abschnitt, das nicht zufällig gewählt ist. Eine der wichtigsten grundlegenden Übungen im Rahmen der Methode von Phyllis Krystal stellt die „Baumübung“ dar, welche ich hier ganz kurz erkläre: Man setzt sich an einen ruhigen Ort, schließt die Augen und ruft sich einen kräftigen Baum in Erinnerung. Anschließend stellt man sich vor, dass man sich nun in dem Baumstamm befindet und dabei die Wurzeln wie auch die Krone des Baumes bewusst wahrnehmen kann. Die Wurzeln des Baumes symbolisieren die „kosmische“ Mutter und damit die „ideale“ Mutter, die in der Realität in der Kindheit unter Umständen nicht vorhanden war. Durch bewusstes Einatmen kann man sich vorstellen, nachträglich alles von dieser „idealen“ Mutter zu bekommen, was man jemals vermisst hat. Entsprechend symbolisiert die Krone des Baumes den „kosmischen“ oder „idealen“ Vater. Von ihm kann man alles, was vom leiblichen Vater entbehrt wurde, sozusagen nachgeliefert bekommen.

Diese Methode ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber sie funktioniert! Meist liegt das einzige „Problem“ darin, dass man diese Übungen einfach nicht durchführt, selbst wenn man sie bereits als hilfreich erlebt hat. Die Baumübung wird in dem Buch „Loslassen – das Handbuch. Das Arbeitsbuch zu: Die inneren Fesseln sprengen“ von Phyllis Krystal ausführlicher erklärt.

Therapeutische Empfehlungen

In vielen schwierigen Lebenssituationen, wenn die innere Not sehr groß wird, kommt man nicht darum herum, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist hierbei, dass man sich nur bei einem hervorragenden Therapeuten mit herausragendem Vorbildcharakter in Behandlung begeben sollte. Entscheidend für den Erfolg einer Therapie ist, dass die Persönlichkeit des Therapeuten gut zur eigenen Persönlichkeit passt.
Da ich mich gut in der systemischen Familientherapie auskenne, möchte ich an dieser Stelle einige Empfehlungen abgeben und Sie als Benutzer dieser Applikation auf eine Reise in eine für Sie möglicherweise neue Welt mitnehmen.

Aber auch an dieser Stelle gilt der Aufruf zur vorsichtigen Gelassenheit! Selbsterforschung, bzw. die Erkundung der eigenen Familientraditionen und -muster ist spannend, benötigt aber viel Zeit. Genügend Kraft ist ebenso erforderlich, alleine schon dafür, um möglicherweise lange Zeit verborgene Dinge innerhalb der eigenen Familie gut integrieren und positiv damit umgehen zu können.

Wahrscheinlich können sehr viele Menschen durch die Erkenntnisse der systemischen Familientherapie profitieren, jedoch ist es wie bei allen Dingen im Leben, eine gute Sache ist nie für alle hilfreich und gültig. Aus den unterschiedlichsten Gründen heraus ist möglicherweise eine Gestalttherapie oder sogar eine klassische Psychoanalyse deutlicher angezeigt.

Nun aber zu dem kurzen Ausflug in die systemische Familientherapie. Zunächst möchte ich auf das Wieslocher Institut für systemische Lösungen (wisl) hinweisen. Der eigentlich schon pensionierte Begründer dieses Instituts, Dr. med. Gunthard Weber, lebt eindrucksvoll vor, wie man als Psychiater auf eine sehr menschliche und warmherzige Art und Weise für Menschen in schwierigsten Lebenssituationen hervorragende Lösungen finden kann. Gunthard Weber hat sich sehr um die Verbindung der unterschiedlichen systemischen Ansätze bemüht. Gelegentlich leitet er noch Arbeitsgruppen, vor allem solche mithilfe der Methode der Systemaufstellungen. Darüber hinaus hat er ein erfolgreiches und ebenfalls sehr beeindruckendes Entwicklungshilfeprojekt in Afrika gegründet. Seine Nachfolgerin in der Institutsleitung ist Dr. phil. Dipl.-Psych. Diana Drexler, welche ebenfalls sehr warmherzig und äußerst professionell arbeitet. Die Inanspruchnahme von Hilfe bei diesen beiden Personen ist sehr zu empfehlen.
www.wieslocher-institut.com
www.haeuser-der-hoffnung.org

Als zweites möchte ich auf die Homepage und die Bücher des psychologischen Psychotherapeuten Prof. Dr. Franz Ruppert aus München hinweisen. Franz Ruppert hat wie niemand vor ihm die systemischen Zusammenhänge zwischen einer psychiatrischen Störung eines Individuums und den dazugehörigen Familienstrukturen und -mustern wissenschaftlich herausgearbeitet und erklärt. Darüber hinaus hat Franz Ruppert durch seine aufdeckende systemische Arbeit mit Menschen mit einer psychischen Störung einen sehr großen Erfolg, was meist einen positiven Verlauf der jeweiligen Störung bedeutet. Die Arbeitsweise von Franz Ruppert ist durch einen sehr respektvollen und warmherzigen Umgang mit Menschen geprägt. Auffallend ist, dass er überhaupt keine Berührungsängste im Umgang mit Betroffenen kennt und z.B. psychotische Zustände ganz bodenständig als vom Individuum unabhängige Symptome betrachtet diese auf traumatische Ereignisse im gesamten Familiensystem zurückführt. Allein dies führt bei den von Symptomen betroffenen Menschen zu einer deutlichen Entlastung und oft schon nur dadurch zu einem heilenden Effekt. Die Sichtweisen von Franz Ruppert stellt einen längst notwendigen Paradigmenwechsel innerhalb der Psychiatrie dar! Bücher sind über die Homepage erhältlich, bzw. Franz Ruppert stellt im Rahmen seiner Professur freundlicherweise viele Texte kostenlos und in mehreren Sprachen zum Download zur Verfügung.
www.franz-ruppert.de

Wie kaum eine andere Person verkörpert für mich Dr. med. Gunter Schmidt die Aspekte von Humor, Gelassenheit und Einfachheit in der Therapie. Komplizierte Sachverhalte stellt er ganz einfach dar, er ist sofort mit allen und auf der gleichen Ebene. Seine Seminare laufen oft als Monologe ab, was paradoxerweise trotz der ausgeprägten Selbstbezogenheit des Referenten fasziniert und ermutigt. Als Gründer und Leiter des Milton Ericson Instituts in Heidelberg liefert uns Gunter Schmidt eine sehr kompetente Verbindung zwischen systemischer Therapie und Hypnotherapie. Insbesondere im Suchtbereich hat sich diese Kombination als sehr hilfreich erwiesen. Im Raum Heidelberg hat Gunter Schmidt gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zwei Kliniken für Psychosomatik und Sucht etabliert.
www.meihei.de
www.systelios.de

Als weitere, mir sehr wichtige Empfehlung möchte ich auf Dr. med. Dietrich Klinghardt aufmerksam machen. Er ist der Begründer der Psycho-Kinesiologie, eine von ihm ausgearbeitete und ständig weiter entwickelte Kombination mehrerer naturheilkundlicher und therapeutischer Methoden, die hauptsächlich von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern angewendet wird. Dietrich Klinghardt ist schon vor Jahren in die USA ausgewandert, um dort sein Methodenrepertoire ungehindert von der deutschen Innovationsfeindlichkeit auch an Kliniken mit großem Erfolg etablieren zu können. Im deutschsprachigen Raum gibt es einige Fachleute, die oft mit großem Erfolg psycho-kinesiologisch arbeiten. Ein Verzeichnis gibt es über die Homepage:
www.ink.ag

Lebensphilosophische und -stilistische Empfehlungen

Die vorrangige Aufgabe von Menschen, die viel Macht ausüben können, besteht darin, der ganzen Gesellschaft in besonderem Maße zu dienen, unter Berücksichtigung wahrhaftiger Werte und der ernsthaften Bestrebung, das Beste für alle zu wollen. Der Dalai Lama verkörpert für viele Menschen ein leuchtendes Vorbild. In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Buch hinweisen, das von dem Psychologen Daniel Goleman geschrieben ist und den Titel „Emotionale Führung“ trägt. Ursprünglich für Führungskräfte geschrieben bietet es viele Anregungen für uns alle, genügend emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Daniel Goleman ist jedes Jahr an dem „Mind and Life“-Kongress mit westlichen Wissenschaftlern und dem Dalai Lama beteiligt, bei welchem es darum geht, östliche und westliche Sichtweisen zu vergleichen und gegenseitig voneinander zu lernen. Das übergeordnete Ziel dieser Kongresse besteht darin, den Geist zu erforschen um menschliches Leid zu reduzieren und Wohlergehen zu fördern.
Die beiden angegebenen Homepages sind nur auf Englisch:
www.mindandlife.org
www.danielgoleman.info

Eine ähnliche Lichtgestalt wie der Dalai Lama stellt für viele Menschen der vietnamesische und seit Jahrzehnten im französischen Exil lebenden Mönch Thich Nhat Hanh dar. Er hat viele Bücher mit ähnlichem Anliegen wie Daniel Goleman geschrieben, eins davon trägt den Titel „The Art of Power. Die Kunst, mit Macht richtig umzugehen.“ Als jemand, der die Grausamkeiten des Vietnamkrieges hautnah miterlebt hat, ist Thich Nhat Hanh zeitlebens darum bestrebt, möglichst viele Menschen darin anzuleiten, eine innere Ausgeglichenheit und damit Freiheit zu erlangen, selbst wenn die äußeren Umstände dem völlig widersprechen. Ein weiteres Buch von ihm trägt den Titel „Wahren Frieden schaffen“.
www.intersein.de

Eckhart Tolle nimmt uns ebenfalls mit auf einen inneren Weg. Seine Bücher „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ und „Eine neue Erde“ leiten uns dazu an, uns mit der Funktionsweise unseres Bewusstseins zu beschäftigen und diese genauer zu untersuchen. So spricht Eckhart Tolle beispielsweise von einem „Schmerzkörper“, den wir uns schaffen, wenn wir viele Male einen negativen Gedanken denken. Natürlich gibt der Autor dann auch Anleitungen, wie wir auch in dieser Hinsicht freier leben können.
www.eckharttolle.de

Ein besonders schönes, lebensphilosophisches Buch hat das bekannte Psychologen-Ehepaar Lency Spezzano und Dr. Chuck Spezzano geschrieben. Es heißt „Beziehungskunst, Führungskunst, Spiritualität“ und leitet dazu an, mit den erwähnten Themen sorgsam umzugehen.
www.psychologyofvision-dach.com

Byron Katie arbeitet seit Jahrzehnten mit ihrer Methode „The Work“, die sich schon für viele Menschen als hilfreich erweisen hat. Bei dieser Methode geht es darum, die eigenen Gedanken systematisch auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Oft haben wir Gedanken, welche Stress und Leid verursachen und dabei nicht einmal der Realität entsprechen! Meist ist sogar das Gegenteil des Gedankens wahr. Die Beschäftigung mit der Methode von Byron Katie lohnt sich:
www.thework.at

Dieses Kapitel schließe ich ab mit dem Hinweis auf eine der größten Lehrerinnen davon, wie man die Gesundheit von Körper und Geist (zurück-)erhalten kann, die Rede ist von Louise Hay. Die Amerikanerin ist eine der wichtigsten Vertreterinnen des „positiven Denkens“, welches oft etwas naiv wirkt und möglicherweise auch zu einfach dargestellt wird. Trotzdem ist positives Denken wirkungsvoll und verdient seinen Platz innerhalb der therapeutisch orientieren Literatur. Hier geht es zu ihrer englischsprachigen Homepage:
www.louisehay.com

 

Ermutigung zur inneren Befreiung

Zum Schluss dieser Einführung zu meiner Applikation möchte ich die Phyllis Krystal Methode empfehlen. die ich kenne, die Phyllis Krystal Methode. Die nach dieser Methode durchführbare innere Arbeit stellt eine einfache und nachhaltige Möglichkeit dar, um frei zu werden von den Einflüssen in der frühesten Kindheit auf sich selbst. Diese frühen Prägungen sind uns meist völlig unbewusst, wodurch sie auch noch nach Jahrzehnten stark wirksam sein können.

Phyllis Krystal gibt auch in ihrem hohen Alter von 97 Jahren immer noch Seminare und Einzelsitzungen, damit wir diese einfach umzusetzende Methode nutzen können, um uns von allem zu befreien, was uns an einem glücklichen Leben hindert. Es geht darum, dass wir uns mit dem übergeordneten Teil in uns selbst, bzw. unserer „inneren Stimme“, dem „Überbewusstsein“ oder dem „höheren Selbst“ verbinden. Gute Anleitungen zu dieser Methode liefert Phyllis Krystal in ihren Büchern „Die inneren Fesseln sprengen“ und „Loslassen – das Handbuch. Das Arbeitsbuch zu: Die inneren Fesseln sprengen“.

Die einzige Schwierigkeit bei dieser Methode liegt lediglich darin, dass wir sie regelmäßig anwenden sollten um einen nachhaltig positiven Effekt zu bekommen.
www.phylliskrystal.com